Wissenschaftliche Evidenzrecherche

Wissenschaftliche Informationen sind vorhanden – aber oft nur schwer nutzbar

Unternehmen aus der Lebensmittel-, Pharma- und Gesundheitsindustrie arbeiten heute stärker denn je evidenzbasiert. Produktentwicklung, Scientific Affairs, Regulatory Affairs und Forschung & Entwicklung greifen täglich auf wissenschaftliche Studien, Laborberichte, klinische Daten und regulatorische Dokumente zurück. Gleichzeitig steigt die Menge verfügbarer Informationen kontinuierlich.

In vielen Organisationen entsteht daraus jedoch ein praktisches Problem: Relevantes Wissen ist zwar vorhanden, aber nur mit erheblichem Aufwand auffindbar und nutzbar. Studien liegen in unterschiedlichen Ablagen, wissenschaftliche Veröffentlichungen befinden sich in separaten Datenbanken, Präsentationen werden lokal gespeichert und regulatorische Dokumente folgen eigenen Strukturen. Häufig existieren zusätzlich projektbezogene Wissenssammlungen einzelner Teams oder Standorte. Das Ergebnis ist ein hoher manueller Rechercheaufwand – insbesondere dann, wenn Fachbereiche schnell belastbare Aussagen zu Wirksamkeit, Studienlage oder regulatorischen Anforderungen benötigen.

Der Alltag in Fachabteilungen: Recherche statt eigentlicher Facharbeit

Die Herausforderung zeigt sich oft nicht in einzelnen Großprojekten, sondern im täglichen Arbeitsablauf. Ein Produktmanagement-Team benötigt beispielsweise wissenschaftliche Nachweise für eine neue Produktlinie. Parallel bereitet Scientific Affairs eine interne Bewertung klinischer Studien vor. Gleichzeitig recherchiert Regulatory Affairs regulatorisch relevante Aussagen zu bestimmten Inhaltsstoffen.

In der Praxis bedeutet das häufig:

  • manuelles Durchsuchen wissenschaftlicher Veröffentlichungen
  • Abgleich verschiedener Studienversionen
  • Recherche in Präsentationen und Forschungsberichten
  • Sichtung regulatorischer Dokumente
  • Zusammenführung ähnlicher Informationen aus unterschiedlichen Quellen
  • Abstimmung zwischen mehreren Fachbereichen

Dabei verbringen Mitarbeitende oft mehr Zeit mit der Suche und Strukturierung von Informationen als mit der eigentlichen fachlichen Bewertung. Besonders problematisch wird dies, wenn mehrere internationale Teams parallel an ähnlichen Themen arbeiten oder dieselben Fragestellungen regelmäßig erneut recherchiert werden.

Warum klassische Dokumentablagen häufig nicht ausreichen

Viele Unternehmen verfügen bereits über Dokumentenmanagementsysteme, SharePoint-Strukturen oder wissenschaftliche Datenbanken. Dennoch bleibt die eigentliche Herausforderung bestehen: Informationen müssen fachlich auffindbar und kontextbezogen nutzbar werden. Eine klassische Ordnerstruktur hilft nur begrenzt weiter, wenn Mitarbeitende beispielsweise nach folgenden Fragestellungen suchen:

  • Welche Studien beschreiben vergleichbare Wirkmechanismen?
  • Welche Aussagen existieren bereits zu einem bestimmten Inhaltsstoff?
  • Welche internen Forschungsberichte beziehen sich auf ähnliche Ergebnisse?
  • Welche regulatorischen Hinweise wurden in früheren Projekten bereits bewertet?
  • Welche klinischen Nachweise wurden bereits in Produktunterlagen verwendet?

Die Schwierigkeit liegt also weniger im reinen Speichern von Dokumenten als in der strukturierten Recherche, Zusammenführung und fachlichen Einordnung großer Informationsmengen.

Wie INTERGATOR die wissenschaftliche Evidenzrecherche unterstützt

INTERGATOR unterstützt Unternehmen dabei, wissenschaftliche und regulatorische Informationen systemübergreifend recherchierbar und fachlich nutzbar zu machen. Dabei geht es nicht um autonome Entscheidungen oder automatisierte wissenschaftliche Bewertungen. Vielmehr unterstützt das System Mitarbeitende bei der Recherche, Analyse, Verdichtung und strukturierten Aufbereitung vorhandener Informationen.

In einem typischen Szenario werden unterschiedliche Quellen zusammengeführt, beispielsweise:

  • klinische Studien
  • wissenschaftliche Veröffentlichungen
  • In-vitro-Studien
  • Laborberichte
  • Produktunterlagen
  • Präsentationen
  • Regulatory-Dokumente
  • Forschungsberichte
  • interne Wissenssammlungen
INTERGATOR mit KI Tasks

Fachbereiche können anschließend übergreifend nach Themen, Wirkmechanismen, Studienergebnissen oder regulatorischen Aussagen recherchieren. Dabei unterstützt INTERGATOR sowohl klassische Suchverfahren als auch semantische Rechercheansätze. Mitarbeitende finden dadurch nicht nur exakte Begriffe, sondern auch thematisch ähnliche Inhalte und fachliche Zusammenhänge.

Praxisbeispiel: Vorbereitung einer wissenschaftlichen Produktargumentation

Ein realistisches Beispiel aus dem Arbeitsalltag zeigt den praktischen Nutzen besonders deutlich. Ein Unternehmen plant die Einführung eines neuen Produkts im Bereich funktioneller Inhaltsstoffe. Das Produktmanagement benötigt belastbare wissenschaftliche Aussagen zur Wirkung bestimmter Kollagenpeptide. Gleichzeitig sollen bereits vorhandene interne Erkenntnisse berücksichtigt werden.

Ohne zentrale Rechercheunterstützung durchsuchen Mitarbeitende manuell Studienarchive, Präsentationen, Laborberichte und Produktdokumentationen. Unterschiedliche Teams arbeiten parallel mit eigenen Informationsständen. Mit INTERGATOR lässt sich dieser Prozess deutlich strukturierter gestalten.

Das Fachteam formuliert zunächst eine fachliche Suchanfrage zu bestimmten Wirkmechanismen oder klinischen Nachweisen. INTERGATOR durchsucht anschließend die angebundenen Informationsquellen und stellt relevante Inhalte strukturiert zusammen. Dabei können beispielsweise ähnliche Studien, relevante Dokumentpassagen oder frühere interne Bewertungen schneller identifiziert werden. Zusätzlich unterstützt das System bei der Verdichtung umfangreicher Dokumente und der thematischen Bündelung relevanter Aussagen. Die fachliche Bewertung verbleibt dabei vollständig bei den zuständigen Expertinnen und Experten.

Wissensverdichtung statt Informationsüberflutung

Ein zentraler Mehrwert liegt in der Verdichtung großer Informationsmengen. Wissenschaftliche Dokumentationen umfassen oft hunderte Seiten mit unterschiedlichen Detailgraden und Fachbezügen. Mitarbeitende benötigen jedoch häufig keine vollständige Dokumentenanalyse, sondern schnelle Orientierung zu bestimmten Fragestellungen.

INTERGATOR unterstützt hier beispielsweise durch:

  • strukturierte Zusammenfassungen
  • thematische Gruppierung ähnlicher Inhalte
  • Hervorhebung relevanter Dokumentpassagen
  • Vergleich fachlich ähnlicher Dokumente
  • schnelle Navigation zwischen zusammenhängenden Informationen

Dadurch reduziert sich der Aufwand für Erstanalysen und Vorrecherchen erheblich. Gerade für Scientific Affairs oder Regulatory Affairs entsteht dadurch eine bessere Grundlage für die anschließende fachliche Bewertung und Abstimmung.

Internationale Zusammenarbeit wird einfacher

In global aufgestellten Unternehmen entsteht zusätzlich die Herausforderung verteilter Wissensbestände. Forschungsdaten, Studienbewertungen oder Produktinformationen liegen häufig an unterschiedlichen Standorten oder in separaten Fachbereichen. Teams arbeiten dadurch teilweise mit voneinander abweichenden Informationsständen. Eine zentrale Recherche- und Wissensplattform kann hier helfen, vorhandenes Wissen transparenter und besser wiederverwendbar zu machen.

Besonders relevant wird dies bei:

  • internationalen Forschungsprojekten
  • standortübergreifender Produktentwicklung
  • regulatorischen Abstimmungen
  • wissenschaftlichen Bewertungen
  • Innovationsprojekten

INTERGATOR unterstützt dabei nicht nur den Zugriff auf Informationen, sondern auch deren strukturierte Einordnung im fachlichen Kontext.

INTERGATOR ist kein autonomer KI-Agent

Gerade im wissenschaftlichen und regulatorischen Umfeld ist eine klare Abgrenzung wichtig. INTERGATOR trifft keine autonomen wissenschaftlichen Entscheidungen. Das System erstellt keine regulatorischen Freigaben und ersetzt keine fachliche Bewertung durch Scientific Affairs, Regulatory Affairs oder Forschung & Entwicklung. Die Stärke liegt vielmehr in der strukturierten Unterstützung von Wissensarbeit.

INTERGATOR hilft dabei,

  • relevante Informationen schneller zu finden,
  • große Dokumentmengen besser auszuwerten,
  • Zusammenhänge sichtbar zu machen,
  • vorhandenes Wissen wiederzuverwenden,
  • Informationen fachlich vorzustrukturieren.

Die eigentliche Interpretation, Bewertung und Entscheidung verbleibt vollständig bei den verantwortlichen Mitarbeitenden. Gerade in regulierten Branchen ist diese Trennung entscheidend.

Grenzen und organisatorische Voraussetzungen

Auch moderne Recherche- und Wissensplattformen lösen nicht automatisch alle Probleme. Die Qualität der Ergebnisse hängt weiterhin stark von der Qualität und Strukturierung der vorhandenen Datenquellen ab. Unterschiedliche Terminologien, uneinheitliche Dokumentationen oder veraltete Inhalte können die Recherche erschweren. Zusätzlich bleiben regulatorische und wissenschaftliche Prüfprozesse zwingend erforderlich. INTERGATOR unterstützt die Informationsarbeit, ersetzt aber keine fachliche Validierung oder regulatorische Verantwortung.

Unternehmen sollten deshalb neben der technischen Einführung auch organisatorische Aspekte berücksichtigen:

  • Datenqualität
  • Berechtigungskonzepte
  • Dokumentationsstandards
  • internationale Wissensstrukturen
  • Verantwortlichkeiten für Inhalte

Erst das Zusammenspiel aus Technologie, Prozessen und Fachbereichen schafft langfristigen Nutzen.

Fazit: Wissenschaftliches Wissen besser nutzbar machen

Die eigentliche Herausforderung in wissenschaftlich geprägten Organisationen besteht heute oft nicht im Mangel an Informationen, sondern in deren effizienter Nutzung. Studien, Forschungsberichte und regulatorische Dokumente liegen in großer Zahl vor. Ohne strukturierte Recherche- und Aufbereitungsprozesse entsteht daraus jedoch schnell ein hoher manueller Aufwand. INTERGATOR unterstützt Unternehmen dabei, wissenschaftliche Evidenz schneller auffindbar, besser strukturierbar und fachlich nutzbarer zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei Rechercheunterstützung, Wissensverdichtung und nachvollziehbare Informationsaufbereitung – nicht autonome Entscheidungen. Für Unternehmen aus der Lebensmittel-, Pharma- und Gesundheitsindustrie kann dies helfen, wissenschaftliche Erkenntnisse effizienter zu nutzen, Fachbereiche besser zu vernetzen und bestehendes Forschungswissen nachhaltiger verfügbar zu machen.