„Als ich vor über zwei Jahren an der TU Dresden einen Gastvortrag von Herrn Dr. Crenze hörte, hätte ich nicht gedacht, dass ich tatsächlich mal bei der interface projects GmbH am Schreibtisch sitzen würde. Umso mehr freute mich die Zusage für ein dreimonatiges Praktikum. Die Themen Semantische Suche, Wissensmanagement und die maschinelle Verarbeitung natürlicher Sprache hatten mich in den vier Jahren meines Studiums stetig begleitet und nun sollte ich endlich einmal Einblick in die Praxis erhalten.

In den ersten paar Tagen bekam ich von allen Seiten großzügige Unterstützung, von der Einrichtung meines Arbeitsplatzes über die fachliche Einführung bis hin zur Demonstration der Kaffeemaschine. Zur zentralen Aufgabe meines Praktikums wurde die Anpassung und Erweiterung eines Mindmapping-Tools, das im intergator der Editierung und Visualisierung des Informationsmodells dienen soll. Ein Beispiel dafür sind Taxonomien bzw. die Pflege von Begriffen in einer hierarchischen Struktur – da abhängig vom fachlichen Umfeld des Kunden unterschiedliches Vokabular zum Einsatz kommt, ist es wichtig, dieses individuell bei der Kategorisierung von Dokumenten zu berücksichtigen.

Etwas überraschend kam die Wende hin zur Webentwicklung mit Javascript – hatte ich doch in meinem Studium vor allem Erfahrungen mit objektorientierter Programmierung, Desktop- und Smartphone-Applikationen gesammelt. Ganz umsonst war das alles aber nicht. Mit der Entscheidung für die Open-Source-Software WiseMapping durfte ich neben Javascript auch lernen, wie mit ein paar kleinen Hilfsmitteln trotzdem eine gänzlich objektorientierte Welt entstehen kann. Außerdem – und das bedeutet mir besonders viel – gibt mir die Zustimmung zur öffentlichen Bereitstellung einiger generischer Erweiterungen die Möglichkeit, meinen ersten Beitrag zur Open-Source-Gemeinschaft zu leisten. Ganz nach dem Motto: Unternehmen profitieren nicht nur von Open-Source, sondern können auch umgekehrt etwas zurückgeben.

Als Beweis, dass das Unternehmen und meine Kollegen mir dafür ein schönes Umfeld geboten haben, bin ich schon jetzt wieder als Werkstudentin mit dabei. Ein herzliches Dankeschön und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“