InfoApps – Schluss mit Schall und Rauch

Ich habe keinen Namen dafür! 

Gefühl ist alles;

Name ist Schall und Rauch,

Susan E. Feldman führt in ihrem neuen Buch „The Answer Machine“ (http://synthexis.com/publications/), hier zum Verständnis ein Interview (http://www.infotoday.com/OnlineSearcher/Articles/Searchers-Voice/InfoApps-for-Searchers-90555.shtml)

den Begriff InfoApps ein und trägt damit den Begriff „search based applications“ zu Grabe. Ich begrüße das, denn der Begriff InfoApps ruft bei mir Analogien zu Smartphone-Apps hervor, welche ideal auch auf  Search Based Applications zutreffen, die von diesem Begriff aber nicht suggeriert wurden:

  • Fokus auf das Wesentliche: Genau wie Apps auf Smartphones für einen bestimmten Anwendungsfall konzipiert sind, sollten InfoApps genau keine eierlegende Wollmilchsäue, sondern sehr nützliche aber auch begrenzte Hilfen zur Erreichung klar zuordbarer Ziele zu sein.
  •  Größtmögliche Standardisierung: Die Beschaffung, Installation und Wartung von Smartphone-Apps ist hochgradig standardisiert und automatisiert. Smartphone-Apps laufen auf verschiedenen Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemversionen und unterschiedlichen Auflösungen; InfoApps sollten ebenso schnell auf einem Bedarf zuordbar und nutzbar sein. Das Aussehen von Apps ist dagegen vogelfrei und wird diktiert durch…
  •  Absolute Nutzerfreundlichkeit: Smartphone-Apps existieren auch deshalb, weil generische Ansätze wie Browserapplikationen eben Kompromisse in der Gebrauchstauglichkeit eingehen müssen. InfoApps sollten ebenfalls Priorität auf Bedienbarkeit vor Funktionalität legen, im Zweifel sollte man Funktionalitäten auf andere InfoApps aufteilen. Im Gegensatz dazu sollen InfoApps aber auch ALLE für den Anwendungsfall notwendigen Funktionen und Daten mitbringen, auch wenn diese eben nicht suchspezifisch sind!
  • Technische Leichtigkeit: Smartphone-Apps vermitteln eine gewisse technische Leichtigkeit (leider eingeschränkt durch Herstellerpolitiken). Jeder erfahrene studierte Informatiker, auch ohne explizites KnowHow in Suchmaschinen, sollte in der Lage sein, InfoApps in kurzer Zeit zu schreiben und zu vermarkten.

Diese idealen Eigenschaften galten auch für eine gewisse Klasse von Search Based Applications und sind damit – genau wie InfoApps an sich – nichts Neues. Leider wurde dieser alte Begriff technisch von den Systemvoraussetzungen abgeleitet und hat damit eher Gefahren wie technische Komplexität heraufbeschworen  und den Lösungsansatz zu wenig auf die maximale Unterstützung des Nutzer gerichtet.

Sollte Susan Feldmans gelungener Begriff „InfoApps“ auch dem Leser meine oben beschriebenen Werte transportieren, so ist dieser eingeladen meinem Gefühl zu folgen und in Zukunft den Begriff InfoApps zu nutzen!